Daikin baut Produktion am Standort Güglingen aus

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Güglingen, 28. Juli 2020 – Der Heiztechnikspezialist Daikin stellt sich neu im Konzernverbund auf. Der Güglinger Mittelständler Rotex wird in den Mutterkonzern integriert. Eine neue Fertigung schafft 50 zusätzliche Arbeitsplätze.

Abb. Daikin baut Produktion am Standort Güglingen aus. ©Daikin

Die Integration des Güglinger Heiztechnikspezialisten Rotex in den japanischen Daikin-Konzern schreitet voran. Das gelbe Rotex-Logo verschwindet, über der Zentrale im Güglinger Gewerbegebiet Langwiesen prangt das blaue Logo des Mutterkonzerns. Doch nicht nur die Logos, Visitenkarten und Arbeitskleidung ändern sich. Auch die Organisation und Produktion wird auf Daikin-Maßstäbe ausgerichtet.

So wurde der Standort im Zabergäu am 1. Juli zur Daikin Manufacturing Germany GmbH umfirmiert. In diesem Unternehmen ist die bisherige Rotex-Produktion sowie die Entwicklung mit aktuell 160 Mitarbeitern gebündelt. Parallel dazu wurden die Vertriebs-, Marketing- und Serviceleistungen von Rotex in das Schwesterunternehmen Daikin Airconditioning Germany eingebracht - davon sind rund 140 Mitarbeiter betroffen, die aber weiterhin in Güglingen tätig sind. Beide Unternehmen sind Töchter von Daikin Europe mit Hauptsitz im belgischen Ostende.

Chef steckt sich hohe Ziele

Mit den Veränderungen will der Konzern die Grundlage für künftiges Wachstum schaffen. "Wir haben sehr, sehr ambitionierte Ziele", sagt Filip De Graeve, Geschäftsführer von Daikin Airconditioning Germany und Daikin Manufacturing Germany. Der Standort Güglingen werde zu einem wichtigen Pfeiler im europäischen Produktionsverbund von Daikin mit zehn Werken werden. Seit einigen Jahren ist Güglingen schon das Entwicklungszentrum für ganz Europa, seit kurzem fungiert es auch als Logistikzentrum für die anderen Standorte.

De Graeve rechnet mit einem starken Wachstum bei Wärmepumpen in den nächsten Jahren. "Die Heizungsindustrie wird zur Wärmepumpenindustrie", ist er überzeugt. Daher werden in Güglingen neue Produktionskapazitäten aufgebaut, um die wachsende Nachfrage nach Wärmepumpen befriedigen zu können. Im kommenden Jahr werde dazu Produktion von einem tschechischen Daikin-Werk nach Güglingen verlagert. "Wir bauen hier eine ganz neue Fertigung auf", sagt Werkleiter Markus Laging. Mit der neuen Produktion würden auch mehr als 50 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Verlagerung von Tschechien ins Zabergäu

Laut De Graeve investiert Daikin in Güglingen eine siebenstellige Summe. Für den Geschäftsführer sind die deutsche Gründlichkeit und das Siegel "Made in Germany" wichtige Qualitätsausweise. Deshalb macht für ihn die Verlagerung von Tschechien nach Deutschland trotz höhere Lohnkosten Sinn. "Wir versuchen das durch Automatisierung zu kompensieren", sagt De Graeve.

Für Werkleiter Laging zahlt sich nun aus, dass sich Rotex bereits vor zehn Jahren auf Wärmepumpen spezialisiert hat. Heute ist das Unternehmen in Deutschland Marktführer bei Luft-Wasser-Wärmepumpen. Nicht nur bei Wärmepumpen, die rund 90 Prozent des Umsatzes ausmachen, sondern auch bei Klimaanlagen, sieht De Graeve vor allem in Nordeuropa "Riesenchancen".

Wachstum trotz Corona

Im laufenden Jahr macht sich die Corona-Krise vor allem bei den Gewerbe- und Industriekunden bemerkbar, die deutlich weniger investierten. Bei Privatkunden laufe das Geschäft aber weiterhin gut, sagt der Geschäftsführer. Durch die Corona-Pandemie werde das ursprünglich geplante zweistellige Wachstum in diesem Jahr nicht erreicht. "Aber wir werden wachsen", betont Filip De Graeve.

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Über Daikin Manufacturing Germany GmbH

Die Daikin Manufacturing Germany GmbH produziert derzeit mit insgesamt 160 Mitarbeitern[1] auf einer Fläche von 11.000 m2Wärmepumpen, Brennwertsysteme, Speicher- und Tankprodukte sowie Solarsysteme in mehreren Produktionslinien. Die Logistik am Standort ist integriert in das umfassende europäische Logistik-Netzwerk von Daikin und kann auch kurzfristig auf Bestellungen und Kundenwünsche reagieren.

 

[1] Es sind stets Personen jeden Geschlechts gemeint; aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird im Folgenden nur die männliche Form verwendet.